Einst waren sie ein Mythos, gehörten gar zu den Weltwundern der Antike. Jetzt werden sie Wirklichkeit und versetzen die Betrachter noch immer in Erstaunen. Vertikale Gärten, die sowohl innen als auch außen an Fassaden erblühen, liegen nicht nur Trend – sie sind weit mehr als beeindruckende Zierde. Sie verändern die komplette Umgebung und damit das Lebensgefühl. Lesen Sie, was alles mit den Living Walls möglich ist.

Ursprung der Wandgärten

Keiner weiß genau, wie die berühmten hängenden Gärten der Semiramis von Babylon aussahen, aber sie scheinen der Ursprung aller Wandgärten gewesen zu sein. Berichte von damals wiesen auf das ausgeklügelte Bewässerungssystem hin, welches üppige Bäume zum Grünen brachte. Und in der Tat ist dies das Wichtigste, wenn man sich für grüne Wände interessiert – wie bekommen die Pflanzen genügend Feuchtigkeit, ohne Schäden am Gebäude zu hinterlassen?

Der Vorreiter der vertikalen Gärten setzte genau da an: Patrick Blanc, Botaniker aus Frankreich, machte es sich zunutze, dass Pflanzen nicht immer Erde brauchen, um zu gedeihen. Viele Gewächse “krallen” sich am nackten Stein fest oder bilden Wurzeln im reinen Wasser aus. Er ist der Pionier der Technik der begrünten Wand und schafft international beeindruckende Fassaden.

 

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Wo können die grünen Wände eingesetzt werden?

Das bedeutet aber nicht, dass die sogenannten Living Walls nur an riesigen Häuserwänden funktionieren. Im Gegenteil: Vor allem im Innenraumbereich wird viel mit kleineren Pflanzenarrangements gearbeitet, die sowohl für den privaten Gebrauch als auch als besonderer Eycatcher im (halb)öffentlichen Raum geeignet sind.

Leonhards widmet der Innenraumbegrünung eine ganze Abteilung, und hat sich mit Vertiko einen Experten in Sachen grüne Wand an die Seite geholt. Damit sind Komplett-Lösungen von beeindruckenden Wandgestaltungen in Empfangshallen über Tagungsräume für Unternehmen bis hin zu mehreren Metern aufragenden Wandbegrünungen (auch im Privatbereich) realisierbar.

Je nach Einsatzort werden nämlich die Pflanzen ausgesucht. Hängepflanzen sind zum Beispiel eine gute Wahl für sehr hohe Gebäude wie Kaufhäuser oder Unternehmenszentralen. Kleinere Dekopflanzen, beispielsweise Sukkulenten oder Moose, funktionieren bestens bei einem gestalteten Wandbild für Büros oder Restaurants.

Wie funktioniert der vertikale Garten?

Die Frage ist also: Wie wird also aus der grauen Wand eine grüne Wand? Wir erklären Ihnen, was wichtig für den Aufbau ist und worauf Sie bei einer guten Wandbegrünung in Innenräumen achten sollten.

Kleinere Wandbilder können Sie natürlich selbst anlegen. Geht es jedoch um sich selbst bewässernde und komplexere Systeme, ist ein Profi für vertikale Gärten unbedingt zu empfehlen. Denn hier muss der Aufbau von A bis Z korrekt sein, um die strukturelle Integrität des Gebäudes zu erhalten.

Die Schwierigkeit der grünen Wand besteht in der senkrechten Anordnung sämtlicher Pflanzen und dazugehöriger Module. Dazu braucht man die passenden Kästen, Drahtgestelle, Taschen oder Kunststoffplatten – je nachdem, was an der Wand geplant ist. Und diese Ausstattung gibt es natürlich beim Profi. Er weiß auch, welche Pflanzen überhaupt für eine Begrünung im Innenraum geeignet sind. Denn nicht jede Zimmerpflanze wächst auch in einem vertikalen Garten gut.

Die gewählten Gewächse kommen in die Module, die mit Substrat gefüllt sind, das gegen “Herauskrümeln” geschützt ist. Dafür werden bestimmte Vliese, Steinwolle, Moose oder Gitter eingesetzt.

Entscheidend ist beim Einbau die Dämmschicht zwischen Zimmerwand und Pflanzensystem.Oft wird dafür Kunststoff verwendet. Diese Trennung sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit in die Wand eindringen kann und sich vielleicht Schimmel oder Staunässe bildet. Die Wände sollten also hinterlüftet werden, damit das Gebäude keine Schäden davonträgt.

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Quelle: Vertiko GmbH

Aufgrund dieses etwas komplexeren Aufbaus dauert die Vorbereitung für eine Living Wall ein wenig länger als wenn man zum Beispiel nur Pflanzkübel ins Firmenfoyer schiebt. Wenn dann aber alles installiert ist, blüht es sofort, weil lebende Wände indoor nur mit schon florierenden Pflanzen bestückt werden. Das geschieht in sehr engen Abständen, damit ein üppiges, grünes Bild entsteht.

Das Hängesystem für eine Pflanzenwand bedarf sorgfältiger Pflege: Die Bewässerung erfolgt in der Regel automatisch und wird mehrfach am Tag geöffnet. Dann rieselt die Feuchtigkeit (oder auch der Dünger) einfach über alle Etagen und das herkömmliche Blumengießen entfällt.

Ab und zu ist auch ein Pflanzenschnitt nötig oder die Anlage muss auf Schädlinge kontrolliert werden. Wenn Sie hierfür mit Experten in Sachen Wandbegrünung zusammenarbeiten, sind Sie bei der Pflege Ihres Wandgartens auf der sicheren Seite.

Welche Pflanzen sind für Wandbegrünungen geeignet?

Eine feste Regel gibt es nicht. Es kommt unter anderem auf die Lichtverhältnisse im Raum an, auf die Kundenwünsche und auch das Budget. Ein Kostenvoranschlag ist hier hilfreich.

Gern verwendet werden indoor Pflanzen wie Farne, Moose und Warmhauspflanzen, die mit relativ hohen Umgebungstemperaturen zurecht kommen. Dazu gehören Philodendron oder Kletterfeigen. Selbst Kräuter wie Basilikum können direkt an der Wand wachsen.

Optisch macht solch eine grüne Wand natürlich einiges her. Noch spektakulärer wird es, wenn die Pflanzen grafisch oder farblich angeordnet werden. Auch Akzente mit einzelnen, besonderen Pflanzen sind ein beliebtes Gestaltungsmittel – vielleicht ein lila Farbtupfer im sonst monochromen Wandgarten.

Da die vertikalen Gärten mit speziellen Halogen-Metalldampflampen mit ausreichend Licht versorgt werden können, sind auch halbschattige Plätze kein Problem. So könnten Sie beispielsweise eine Wand in Ihrem halbdunklen Seminarraum oder dem hinteren Teil Ihres Restaurants begrünen lassen, um mehr Freundlichkeit und bessere Luftverhältnisse zu schaffen.

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Quelle: Vertiko GmbH

Die Vorteile und Nachteile der Living Walls

Die Punkte auf der Haben-Seite überwiegen bei Weitem die Nachteile einer Indoor-Wandbegrünung. Zu den Vorteilen gehören:

  • Reinigung die Luft: Die Pflanzen wirken wie ein Biofilter und ziehen Schadstoffe und Feinstaub aus der Umgebungsluft
  • Mehr Sauerstoff im Raum: Atmen Sie durch, denn das Grün reichert die Luft mit Sauerstoff sowie Feuchtigkeit an – das ist gut für die Gesundheit bzw. das Mikroklima (zum Beispiel gibt es weniger trockene Augen und es unterstützt die Atemwege)
  • Wohltat für die Sinne: Die Farbe Grün erzeugt Entspannung, allein der Blick auf blühende Pflanzen sorgt für Wohlbefinden
  • Verbesserung der Akustik: Eine lebende Wand schluckt mehr Störgeräusche sorgt für weniger Hall
  • Zurück zur Natur: Ganz gleich, ob Sie in einem Büro im 18. Stock sitzen und nur von Beton umgeben sind – gibt es an Ihrem Arbeitsplatz eine begrünte Wand, fühlen Sie sich mit der Natur verbunden und werden gern dort sein
  • Außergewöhnlicher Blickfang: Die repräsentative Wirkung solch einer Anpflanzung ist nicht zu unterschätzen – der erste Eindruck zählt und damit bleibt Ihr Unternehmen definitiv in Erinnerung

Die Kehrseite soll auch nicht unerwähnt bleiben:

  • Relativ hohe Kosten: Günstig ist die Anlage aufgrund des technischen Unterbaus nicht, je nach Aufwand sind die Preise aber sehr unterschiedlich; es muss immer ein individuelles Angebot erstellt werden.
  • Schimmelbildung möglich: Allerdings ist das nur der Fall, wenn die Pflanzung nicht ordnungsgemäß angelegt wird, dann kann sich Staunässe an der Wand niederschlagen
  • Eventuell öfter düngen: Wird keine Erde für den vertikalen Garten verwendet, brauchen die Pflanzen ab und zu eine Extra-Portion Nährstoffe

Fazit

Mit einem vertikalen Garten schaffen Sie in Innenräumen Erstaunliches: Er reinigt die Luft, ist gut für die Gesundheit, schafft eine tolle Atmosphäre (in der das Leben und Arbeiten Spaß macht!), verbessert die Akustik und gibt Ihrem Unternehmen ein einzigartiges Image. Die blühenden Wände holen die Natur ins Haus, wobei es sie von dezenten Pflanzenbildern bis hin zu riesigen Hängevorrichtungen gibt.

Bei der Installation sollten Sie auf die Erfahrung und das Fachwissen von Experten für Raumbegrünung zurückgreifen, um Fehler beim Einbau zu vermeiden. Das Wichtigste: Eine sichere Dämmschicht zwischen Wand und Pflanzen, um Schimmelbildung oder Schwitzwasser zu verhindern.

Leonhards und sein Partner Vertiko helfen Ihnen gern, wenn Sie sich für eine Wandbegrünung im Innenraum interessieren. Sprechen Sie uns an, damit auch Ihre Wand grün statt grau ist! Soll es lieber eine neue Außenanlage sein – ebenfalls kein Problem: Wir realisieren Ihren Traumgarten.